Meine Story

Vom Standortretter zum Transformationsarchitekt

Christoph-Scholze-u-a-mit_Frank-Walter-Steinmeier-und-MP-Michael-Kretschmer-bei-Siemens-Goerlitz

Wie man einen Standort rettet – und ein System verändert

2017 arbeitet Christoph Scholze bei Siemens in Görlitz. In einem Artikel im Manager Magazin ließt er:
Das Siemens-Werk in Görlitz soll geschlossen werden. 900 Arbeitsplätze, eine ganze Region – auf der Streichliste. Ohne Vorwarnung. Ohne Gespräch. Einfach so. Die Nachricht trifft Belegschaft, Familien und Stadt wie ein Schock.

Doch statt rote Westen anzuziehen und mit Trillerpfeifen zu protestieren, entschieden sich Christoph und seine Mitstreiter für einen anderen Weg – einen Weg, der nicht laut, sondern wirksam war. Der nicht spaltete, sondern verband.

Der zeigte: Wandel funktioniert nur mit Haltung, Mut und Ideen.

Den Arbeitskampf neu erfinden – mit Haltung statt Eskalation, mit Brücken statt Barrikaden.

Was folgt, ist kein klassischer Protest - sondern ein strategischer Kommunikations- und Transformationsprozess:

  • Christoph und seine Kolleginnen und Kollegen bauten Brücken zum Management, statt Mauern.
  • Er sucht das Gespräch, nicht die Konfrontation - mit der Haltung: „Wir helfen euch, die bessere Entscheidung zu treffen."
  • Er nutzt die Medien, um Druck aufzubauen - ohne sich zum Gegner zu machen.
  • Und er formt ein Netzwerk aus Kirche, Politik, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft - das geschlossen sagt: „Nicht gegen euch. Sondern für etwas Besseres."
  • kurzum: Er machte Betroffene zu Beteiligten, die sich ernst genommen fühlen und etwas zum Besseren bewegen wollen.

Keine Trillerpfeifen und roten Westen, sondern tragfähige Konzepte.

Statt zu blockieren, entwickeln Christoph und das Team konkrete Vorschläge für die Zukunft des Standorts:

  • Neue Geschäftsmodelle,
  • nachhaltige Produktion,
  • strategische Partnerschaften.

Arbeitskampf als Innovationsprozess – statt Trotz, echte Transformation auf vielen Ebenen.

Die Bewegung gewinnt an Wucht - und Christoph wird zum Gesicht der neuen Denkweise. Er übernimmt die Verantwortung für Politik & Außenbeziehungen des Standortes Görlitz, koordiniert Gespräche mit Wirtschaftsministerien, dem Konzernvorstand und den kommunalen Spitzen. So gelang es ihm, viele Politiker für die Bedeutung des Siemens-Standortes für die Lausitz zu sensibilisieren und sie zu motivieren, sich noch stärker zu engagieren: Arbeitsminister Hubertus Heil war genauso hier, wie Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeyer und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer engagiert sich eh sehr stark für seine Heimatregion Lausitz und war aktiver Teil des gesamten Prozesses.

Und Christoph gelang es, in diesen wackligen Zeiten das zu entwickeln, was später zu seinem eigenen Vermächtnis wird: den "Innovationscampus Görlitz" - als Vision für einen Ort, an dem Wirtschaft, Forschung und Bildung gemeinsam die Zukunft gestalten.

Das Ergebnis: Die Werksschließung wird zurückgenommen. Der Standort bleibt bestehen.

Siemens bleibt in Görlitz. Eine Stadt und eine ganze Region atmen auf. Und für Christoph ist klar: „Mein Team und ich haben nicht nur einen Standort verteidigt. Ich habe etwas gelernt, das ich weitergeben muss, von dem in herausfordernden Zeiten viele Akteure aus Wirtschaft, Politik und Kultur profitieren können - für eine starke Lausitz."

Und jetzt? Erst tragwerk, dann GO BE – die Transformationswerkstatt für die Lausitz.

Christoph verlässt Siemens 2021 und gründet tragwerk - die Transformationsarchitekten, ein Unternehmen, das anderen zeigt, wie echter Wandel gelingt - ohne Eskalation, aber mit Wirkung.

Vier Jahre später entsteht daraus GO BE - die Transformations-Werkstatt für die Lausitz, ein konkreter Ort für Transformation in der Praxis, mitten in Görlitz, für die gesamte Lausitz - offen für alle Interessierten.

Heute bringen sein Team und er dort Unternehmen, Handwerk, Verwaltung und Bildung zusammen - um neue Wege zu gehen, statt alte Probleme zu verwalten.

Die Vision wächst.

Christoph hat gezeigt, dass man Systeme von innen heraus verändern kann - wenn man Haltung mit Strategie und Menschlichkeit verbindet. Und das der alte Grundsatz immernoch gilt: "Betroffene zu Beteiligten machen", um die Lausitz von einer Region der verlängerten Werkbänke hin zu einer Region der Lösungsanbieter zu entwickeln, die nicht nur regionale oder nationale, sondern globale Märkte erschließt.

Die Lausitz soll zum Markt der Möglichkeiten werden - durch Mut, Innovationen und neue Geschäftsmodelle, die sich an globalen Megatrends und neuen Technologien orientieren, wie z.B. Künstlicher Intelligenz, additiver Fertigung.

Die ganze Story auf einen Blick (Textversion)

Im Portrait

Christoph Scholze in den Görlitz Stories

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Weitere Informationen

Mein Werdegang

Von den Anfängen bis heute

1980-01-01

Die ersten Jahre

Ich bin ein waschechter Oberlausitzer. Geboren 1980 in Löbau, verbrachte ich meine Kindheit in Berthelsdorf und Bernstadt. Ende der Neunziger verließ ich für drei Jahre meine Heimat in Richtung München und begann eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker.

1980-01-01

2020-01-01

Studium und erste Schritte

Von 2003 bis 2008 absolvierte ich ein Studium zum Dipl.-Ing. Maschinenbau an der Hochschule Zittau/Görlitz und begann im Anschluss meine berufliche Laufbahn am Siemens Standort in Görlitz.

2020-01-01

2021-01-01

Siemens Energy: Von der Standortrettung ...

2017 war ich federführend in den erfolgreichen Kampf um den Erhalt des Siemens-Standortes in Görlitz involviert. Diese Zeit prägte meine heutige Überzeugung, dass Veränderungen nur miteinander erfolgreich gestaltet werden können. Der Erhalt des Görlitzer Siemens-Standortes verlangte neue und zukunftsfähige Konzepte. Ich nutzte die Chance, viele meiner Ideen in die Tat umzusetzen und entwickelte den Ansatz eines Innovationscampus.

2021-01-01

2021-01-01

... zum Innovations-Campus

Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker und konnte durch politisches Gespür, meine Vernetzung sowie strategisches Denken viele politische Akteure an den Standort lotsen. Neben Ministerpräsidenten, Bundesministern und dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier war es letztendlich der Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel, der durch die Unterzeichnung des „Zukunftspaktes Görlitz“ das Konzept vom Innovationscampus Wirklichkeit werden ließ.

2021-01-01

2022-07-01

Selbständigkeit, Gründung von tragwerk & GO BE

Im Juli 2022 machte ich mich selbständig, gründete das Beratungsunternehmen "tragwerk - Die Transformations-Architekten" und 2025 "GO BE - Die Transformations-Werkstatt für die Lausitz".

2022-07-01

Meine Werte - was mir wichtig ist

Die Grundpfeiler für alles, was ich tue

Haltung vor Methode

Methoden folgen der Haltung – nicht umgekehrt.

Mensch im Mittelpunkt

Transformation gelingt nur, wenn Menschen wirklich mitgenommen werden.

Wirksamkeit durch Umsetzung

Veränderung entsteht durch Handeln – nicht durch Konzepte.

Gemeinschaft & Netzwerk

Allein entsteht wenig. Im Zusammenspiel entsteht Wirkung.

Sinn & Nachhaltigkeit

Wirkung entsteht dort, wo Veränderung für alle Beteiligten Sinn ergibt.

Mit wem wir zusammenarbeiten

Kunden & Partner

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